Ziele

Ziel des vom BMJV geförderten Forschungsvorhabens war die Entwicklung und prototypische Erprobung technischer Konzepte, Mechanismen und Werkzeuge, auf deren Basis Verbraucher differenzierte Einwilligungen in die Übermittlung und Verwendung der von ihnen erzeugten Daten im Internet der Dinge formulieren und in maschinenlesbarer Form mit den jeweiligen Daten verknüpfen können. Zudem sollten ein Programmierframework und eine Ausführungsumgebung erstellt werden, die die so formulierten Einwilligungen auswerten und die Übermittlung und Verwendung von Daten entsprechend steuern. Derartige Technologien sind sowohl aus datenschutzrechtlicher Perspektive wie auch im Hinblick auf Nutzungsrechte jenseits des Datenschutzes zwingend notwendige Voraussetzung für eine verbraucherfreundliche Ausgestaltung des Internets der Dinge. Die praktische Anwendbarkeit soll dabei anhand dreier Anwendungsfälle demonstriert werden, wobei insbesondere die Bereiche „persönliche Fitnessdaten“ und „Participatory Sensing“ abgedeckt werden. Details zum Projekt finden sich hier:

Ergebnisse

Demonstrator

Unser Demonstrator erlaubt es, sich die Auswirkungen der Durchsetzung von spezifizierten Nutzungspräferenzen vor Augen zu führen. Nach Auswahl einer der drei Anwendungsfälle lassen sich Datenzugriffe mit verschiedensten Kombinationen diverser Datenverwender mit unterschiedlichen Verarbeitungszwecken simulieren. Es werden jeweils links die ungefilterten Ursprungsdaten und rechts die zugreifbaren Daten nach Auswertung der zugehörigen Nutzungspräferenzen durch den Privacy-Proxy visualisiert. Der Demonstrator findet sich hier:

Material

Im Laufe des Projektes wurde der jeweils aktuelle Stand der Arbeiten auf verschiedenen Veranstaltungen in diversen Vorträgen interdisziplinären Fachpublika vorgestellt. Des Weiteren wurde wissenschaftliche Artikel sowohl zu einzelnen Komponenten des Einwilligungsmanagement-Systems als auch zu sozialwissenschaftlichen und rechtsphilosophischen Fragestellungen bezüglich der Anwendungsfälle "Participatory Sensing" sowie "Wearable Technologies" verfasst und veröffentlicht. Detailierte Informationen dazu sowie verfügbare Artikel, Whitepaper, Vortragsfolien und Poster finden sich hier:

Komponenten

Um die Funktionen des Konzeptes eines Einwilligungsmanagementsystems in realen Szenarien und Anwendungsfällen zu testen und damit den Machbarkeitsbeweis anzutreten, wurden während der Projektlaufzeit alle notwendigen Komponenten eines solchen Systems prototypisch implementiert. Sowohl die Services zur Spezifikation, Verknüpfung und Durchsetzung von Einwilligungen und Nutzungspräferenzen als auch Bibliotheken zur Nutzung der im Projekt entwickelten domänenspezifische Sprache zur technischen Repräsentation dieser Präferenzen sind als sogenannte "Proof-of-Concept" Implementierungen unter offenen Lizenzen zur freien Nutzung und Weiterentwicklung verfügbar. Der Quell-Code findet sich hier: